Auf Naxos, Frankfurt am Main

Theater Willy Praml

Franz Kafka's Amerika. Der Verschollene – „Es ist das größte Theater der Welt, . . . manche . . . sagen, es sei fast grenzenlos“

Franz Kafka's Amerika. Der Verschollene

22 € normal / erm. 16 €/ Schüler, Studenten u.a. 10€

Franz Kafkas AMERIKA-ROMAN, entstanden zwischen 1911 und 1914 und von seinem Freund und Herausgeber Max Brod postum 1927 veröffentlicht, ist neben DAS SCHLOSS und DER PROCESS einer der drei unvollendeten Romane von Franz Kafka. DER VERSCHOLLENE beginnt mit der Einfahrt des 16jährigen Karl Rosmann aus Prag in den Hafen von New York, in dem er die „schon längst beobachtete Statue der Freiheitsgöttin“ erblickte. „Ihr Arm mit dem S c h w e r t ragte wie neuerdings empor und um ihre Gestalt wehten die freien Lüfte.“

Wird es dieses S c h w e r t sein, das Karl Roßmann am Ende zerschmettert haben wird?

Der VERSCHOLLENE – ein Bildungsroman? Kafkas Held begegnet einem Amerika, das ihn nicht in die Höhe des humanistischen Menschseins auf-, sondern in die Finsternis des modernen Lebens absteigen lässt. Das moderne, verheißungsvolle Paradies Amerika, die „Neue Welt“, wird zur Parabel eines Bildungs-Weges, der dem Lernenden keine fortschreitende Entwicklung mehr offen hält.

Der Amerikanische Traum – ein bunter, aber zerplatzter Luftballon? Der Albtraum „eines modernen Sisyphos, der ewig den Felsen der Zugehörigkeit vergeblich wälzt.“ Albert Camus

Regie: Willy Praml

Mit: Jakob Gail, Muawia Harb, Virginia Hartmann, Birgit Heuser, Elisabeth Marie Leistikow, Ibrahim Mahmoud, Anja Signitzer, Claudio Vilardo, Michael Weber

Zu unserem Zyklus NACHDENKEN ÜBER AMERIKA gehören weiterhin: WALT WHITMAN. Amerika Erklären und EDWARD ALBEE. Die Zoogeschichte