Auf Naxos, Frankfurt am Main

Theater Willy Praml

Zyklus: DER MENSCH IST EIN SOZIALES TIER, SAGT DARWIN. TEIL I: Sind Affen Rechtshänder? DARWIN / OSTERMAIER / ALBEE

Zyklus: DER MENSCH IST EIN SOZIALES TIER, SAGT DARWIN. TEIL I: Sind Affen Rechtshänder? DARWIN / OSTERMAIER / ALBEE

BIOGRAFISCHE SKIZZE EINES KINDES. Charles Darwin fängt 1840 an, die ersten Monate seines in diesem Jahr geborenen ältesten Sohnes aufzuzeichnen. Sorgfältig registriert er darin die Reflexe und Ausdrucksbewegungen des Säuglings, der ihm als Modell dient, um evolutionstheoretische Fragen nach Ererbtem und Erlerntem zu erkunden.

ERREGER. Albert Ostermaier ist der manische Monolog eines Mannes, der den totalen Zusammenbruch erleidet. Im Verdacht, von einem unbekannten Virus befallen zu sein, wird im Strom von Sätzen und Erinnerungen das Portrait eines zeitgenössischen Antihelden entworfen.

DIE ZOOGESCHICHTE. Edward Albee zeigt das „Ringen ums Überleben“; auf einer Bank, irgendwo in einem Park . . . Die zufällige Begegnung zweier MENSCHen endet als Tragödie.

Regie
Willy Praml
Idee/ Konzept
Willy Praml/ Michael Weber
Textfassung
Willy Praml/ Michael Weber
Bühne/ Bauten
Michael Weber/ Guido Egert
Kostüme
Paula Kern
Fotos
Seweryn Żelazny
Musikalische Einrichtung
Gregor Praml
Darsteller
Andreas Bach a. G.
Birgit Heuser
Jakob Gail
Andreas Bach
Baroon Abdi Mohamud
Sam Michelson
Gäste
Hertha Georg
Emma Glückler
Romy Herberholz
Liliane Praml

Pressespiegel

  • hr2-Kultur mit Ruth Fühner, 23.03.2014

    ... und meine persönliche Emfpehlung heute ist ein faszinierendes, assoziatives Theaterprojekt mit Charles Darwin als Impulsgeber. Wo stehen wir als Menschen in der Kette der Evolution - zwischen tier und Maschine? Wieviel Zudringlichkeit von Fremden braucht es, um die Bestie in uns herauszulocken? Wieviel charmante Kälte braucht es, um das eigene Kind zum Forschungs-Objekt zu machen? Kann es sein, dass iwr schon längst Cyborgs sind, Mischwesen aus biologischem Körper und Festplatte? Oder sind wir schon selbst zum Virus geworden in einem System, das wir geschaffen haben, aber nicht mehr beherrschen? das sind nur ein paar der spannenden Fragen, die die Darwin-Triologie des Frankfurter Theaters Willy Praml aufwirft - hellwach, hochkonzentriert und verblüfffend - komisch, zirzensisch und mit ausserordentlicher Präzision. nach Teil eins mit Texten von Darwin selbst, von Albert Ostermaier und Edward Albee ist am Mittwoch Premiere von Teil zwei. Im Mai gibts dann alle drei Teile auch als Marathon. Prädikat: empfehlenswert!

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung , 17.03.2014

    Was geschieht, wenn die Großen alles Gefühl abzustreifen versuchen, um ganz „Vernunft“ zu sein, zeigt der Mittelteil des Abends, in dem Jakob Gail als tödlich verrückter Börsenhändler brilliert. [...] Sein Bulle, sein Bär könnten die Bronzen vor der Frankfurter Börse ein, seine Worthülsen bergen, ach, sehr viel von dem, was wir täglich erleben.

  • Frankfurter Rundschau , 17.03.2014

    Ein smarter junger Darwin in feinem Zwirn ist Sam Michelson. Mit überzeugend baby- und kleinkindhaften Bewegungen demonstriert an seiner Seite der Tänzer Andreas Bach, bewindelt, wie so ein Menschenkind strampelt, ins Leere patscht, schilet, schreit, mit gegenständen schmeißt, nach der Brust giert.

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung , 17.03.2014

    Es ist schon eine Leistung, dass ein – wunderbar frisch spielendes – Ensemble jenseits von gepflegter Theaterhochkultur und wohldosierten Aufregern so etwas wie ein Experiment eingeht, sich traut, Fragen zu stellen, und dem Publikum zumutet, sein eigenes Gehirn anzuwerfen.

  • Frankfurter Rundschau , 17.03.2014

    Praml inszeniert in der immer wieder durch ihre immense Tiefe beeindruckenden Naxoshalle so sparsam und letztlich schnörkellos wie bildkräftig. Und er hat beeindruckende Darsteller an der Hand.