Auf Naxos, Frankfurt am Main

Theater Willy Praml

NIBELUNGEN I – Nach Emanuel Geibels Brunhild-Tragödie mit Motiven aus Friedrich Hebbel . Heiner Müller und der Edda

NIBELUNGEN I

Siegfrid, junger Held aus Xanten, kommt kühn – Hof, Herrschaft, Heirat fordernd – an den Königshof nach Worms. Den brüderlichen Königen Gunther, Gernot, Giselher ein Unbekannter wird er von Hagen Tronje kenntlich gemacht: als Siegfrid der Drachentöter, unverwundbar durch das Bad, dass er im Blute des getöteten Drachen nahm, und unbesiegbar, weil im Besitz des Schwertes Balmung und der Tarnkappe. Angesichts dessen entscheidet man sich am Hofe für Diplomatie. Der Gast wird gut bewirtet und er verweilt. Kriemhild, die er für sich auserkoren hat, soll Siegfrid haben, wenn er nur auch Gunther zu der von ihm favorisierten Braut verhilft, Brunnhild nämlich, die tötet, wer sie nicht bezwingt. Un-sichtbar ringt Siegfried also mit ihr im fernen Eismeer, wo Gunther sichtbar sie besiegt – im Wettkampf und im Bett. Doch dort, wo Brunhild und Kriemhild – Königinnen alle beide – um ihr Ansehen streiten, wird der betrügerische Brauterwerb bald durchsichtig. Brunhild, zornentbrannt, verlangt Genugtuung. Hagen nur allzu gern bereit, ihr diese zu verschaffen, trachtet Siegfrid nach dem Leben. Er entlockt der Gattin Kriemhild die Enthüllung der geheimen Stelle, an der der Held verwundbar ist. Nun inszeniert er einen Krieg, dem Siegfried lauert, sondern Hagen, der ihm das Eisen in den Rücken bohrt. Balmung, das schwert, Garant der Unbesiegbarkeit für den, der es besitzt, nimmt er an sich und den Nibelungenschatz, den versenkt er im Rhein, dort, wo er am tiefesten ist.

Regie
Willy Praml
Bühne/Kostüme
Michael Weber
Licht/Ton
Jochen Göpfert , Willy Praml
Projektleitung
Ruth Schröfel
Darsteller
Birgit Heuser
Andreina Coatto-Winter
Reinhold Behling
UrsulaLillig
Michael Weber
u.a.