Auf Naxos, Frankfurt am Main

Theater Willy Praml

MARX. ENGELS. HENNES & MAURITZ. – Eine theatrale Installation.

MARX. ENGELS. HENNES & MAURITZ.

Immer freitags (außer nach der Premiere) findet im Anschluss an die Aufführung ein Publikumsgespräch statt!

Die derzeitige Krise dauert jetzt 4 Jahre und führt vielleicht zum Ende der Lebensverhältnisse, an die wir uns gewöhnt haben. Ausgelöst ist sie durch sogenannte Blasen des Finanzkapitals. Durch verrückt gewordenes Geld, aufgeblasenes Kapital, Geld, das uns frisst, während wir es verzehren. Da lohnen Blicke zurück. 1834 predigte Georg Büchner den nordhessischen Bauern „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ es sollte um den Kampf für ihre Freiheit gehen. 1848 erschien das Kommunistische Manifest von Marx&Engels, die Geschichte sei eine Geschichte von Klassenkämpfen, sie soll zum Triumph und dann zum Ende des Kapitalismus führen und zum Sieg des Proletariats. 180 Jahre später ist ein Held der heutigen rebellischen Jugend der 95-jährige Stephane Hessel. Sein Aufruf „Empört euch!“ ist millionenfach verkauft worden. Jean Ziegler durfte seine Rede „Der Aufstand des Gewissens“ letztes Jahr bei den Salzburger Festspielen nicht halten. Er spricht über das alltägliche Massaker des Hungers an den Kindern weltweit. Diese vier sind die nicht präsenten Helden der Aufführung. Präsent in Video-Interviews sind Zeitzeugen, die für Frankfurt/ Politik/ Gewerkschaft/ Aufklärung stehen.

Regie
Willy Praml
Bühne/ Kostüme
Michael Weber
Dramaturgie
Scotch Maier
Video
Otmar Hitzelberger
Bühnenbau
Guido Egert
Darsteller
Reinhold Behling
Michael Weber
Birgit Heuser
Susanne Meyer

Pressespiegel

  • Frankfurter Rundschau, 22.10.2012

    Der Bürger als Burger

    Das Theater Willy Praml setzt Texte zur Krise in Szene. ..Wer sich darauf einlässt, bekommt hier in 115 pausenlosen Minuten eine umfassende Gegenwartsbeschreibung geboten. (Judith von Sternburg)

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2012

    Fünf Schauspieler und ihr Hausmeister agieren und zitieren vor drei Videoprojektionsflächen, von denen herab sich ein Gewerkschafter, eine Gewerschafterin, ein Soziologe und ein Unternehmensberater in Interviews an die Geschichte ihres sozialen Engagments erinnern. Das klingt mitunter sehr komisch und bringt das Publikum immer wieder zum Lachen. (Claudia Schülke)

  • Frankfurter Neue Presse, 22.10.2012

    Die Ausbeutung empört sich

    Willy Pramls Theater bringt mit "Marx - Engels - Hennes & Mauritz" ein unerwarteten Stoff auf die Bühne der Frankfurter Naxoshalle... Die von Klassikern des Marxismus theoretisierte, historisch-soziale Befindlichkeit der Ausbeutung... Ein Schritt ins Unbekannte und schon darum sehenswert. (Markus Hladek)