Auf Naxos, Frankfurt am Main

Theater Willy Praml

IMPLANTIEREN AUF NAXOS

IMPLANTIEREN AUF NAXOS

Implantieren auf Naxos ist eine Aufführungsreihe für Neuproduktionen und Gastspiele aus der regionalen, nationalen und internationalen Theater-, Tanz- und Performanceszene. Diese Koproduktion von ID_Frankfurt e.V. und dem Theater Willy Praml sucht als Reaktion auf die Ergebnisse der Frankfurter Perspektivkommission einen prominenten Platz in der regionalen Theater-, Tanz- und Performanceszene an der Schnittstelle von künstlerischer und politischer Positionierung und Netzwerkarbeit. Die Naxoshalle ist nicht nur Präsentationsort sondern auch Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeiten. Künstlerische Operationen werden hier stets in Bezugnahme zum ihrem Produktionsort und ihren Produktionsbedingungen gedacht. Wir freuen uns an drei Wochenenden im August/September sechs spannende Implantate in der Naxoshalle zu präsentieren. Im Anschluss an die Aufführungen laden wir Sie herzlich zu einem gemeinsamen Gespräch über Strategien des künstlerischen Arbeitens in der freien Szene der Darstellenden Kunst ein!

Für Aufführungszeiten und weitere Informationen: www.implantateaufnaxos.de

24./ 25.08.13 18.00-19.30 Uhr

Spielfeld I und II

von Nicole Peisl

mit Johanna Milz, Nicole Peisl und Norbert Pape Dauer: jeweils 20 min.

„We ourselves are distributed, dynamically spread-out, world involving beings.“ (Alva Noë: „Out of our heads“) 

In SPIELFELD I lädt Nicole Peisl zu einem nonverbalen Kommunikationsspiel zwischen dem Tänzer Norbert Pape und dem Publikum ein. Die angebotenen Gesten und Posen eröffnen einen weitläufigen Vorstellungsraum. Fern einer repräsentierten Welt, besteht hier das Spielfeld im Spannungsfeld  zwischen dem, was wir tun, wenn wir uns zeigen und dem, was wir schaffen, wenn wir schauen zu erfahren; dranbleiben am Spiel.   Die Naxoshalle als Aufführungsort prägt dieses Spielfeld auf besondere Weise. SPIELFELD II bezieht den Aufführungsraum als Mitspieler und die Positionierung im Raum als Spielzüge ein. So wird das Spiel um die Organisation unseres Wahrnehmungsraumes durch den konkreten Raum weitergetrieben. Räumliche Relationen setzen Körper und bewirken embodiment.

Wir, die schauen, Bewegung, Gesten, Haltung, Humor, Stille und die PerformerInnen sind Bestandteile, aus denen SPIELFELD entsteht.

& Nur am 25.08. !

Swinging I: Sitting

von und mit Stefan Hölscher Dauer: 15 min.

Swinging I: Sitting geht der Frage nach, wie sich dem Körper-in-Bewegung, welcher ständig weiter expandieren soll in noch unerschlossene Bereiche des Möglichen hinein, ein stiller und ruhender Körper als kontinuierliche Variation und Reise auf der Stelle entgegensetzen lässt.

Gespräch im Anschluss: KunstPraxis

31.08. 16.00-20.00 Uhr/

01.09. 11.00-15.30 Uhr

WIRDS

Choreographische Installation von William Forsythe Performer: David Kern, Norbert Pape, Kristina Veit

Tables, letters Technische Koordination: Niels Lanz Producer: Julian Gabriel Richter Dauer: ca. 3 h

Nach der Uraufführung am 14. Juli 2011 im Rahmen des Festival d'Avignon wird die choreografische Installation WIRDS von William Forsythe nun zum ersten Mal in Frankfurt zu sehen sein.

Die Forsythe Company wird gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden und den Freistaat Sachsen sowie die Stadt Frankfurt am Main und das Land Hessen. Sie ist Company-in-Residence in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden und im Bockenheimer Depot in Frankfurt am Main. Mit besonderem Dank an die ALTANA Kulturstiftung für die Unterstützung der Forsythe Company.

&

No title of animality

ein Solostück von und mit Vania Rovisco

Sound Mixing : Marcus Rovisco Dauer: 45 min.

Imaginationen nehmen als Repertoire ihrer Potenziale an der Wahrheit der Welt teil. No title of animality produziert aufgeladene Bilder, die nicht als sinnstiftend in diskursiven Rahmen oder konzeptionellen Gefügen gedacht sind. Vania Roviscos Forschung der letzten Jahre setzt sich mit Vorstellungsbildern von archaischen Körpern auseinander. Sie choreographiert Kippfiguren, keine festschreibenden Bilder. Das Publikum begegnet einem noch (fr)agilen Gefüge: bestimmt genug, um zusammenzuhalten, unbestimmt genug, um frappierend unklar zu sein.

Gespräch im Anschluss: KunstPraxis

13./ 14./15.09.13 21.00-22.00 Uhr

The Factory

Eine performative Installation von Swoosh Lieu (Johanna Castell, Katharina Kellermann, Juliane Kremberg, Rosa Wernecke) Dauer: ca. 60 min.

Die Bühne stellt eine wüste Insel dar. Wir sind eine muntere Gesellschaft, die sich zufällig auf der Insel befindet [...] und sobald sich eine Gelegenheit bietet, treten wir auf und mischen uns ein.

Swoosh Lieu werden einen Mythos in die Naxoshalle implantieren, der die verschiedenen Schichten der Vergangenheit der Frankfurter Fabrik intermedial aufarbeitet. Motive und Narrative aus der Architektur und Geschichte der Halle werden durch den Einsatz von Ton, Video und Licht neu zur Darstellung gebracht und in der Kombination von Industrie und Kultur neu erfahrbar.

Gespräch im Anschluss: KunstPraxis