Auf Naxos, Frankfurt am Main

Theater Willy Praml

HYPERION

HYPERION

Selten wurde der Versuch unternommen, dieses Gipfelwerk des deutschen Idealismus ins Theater zu übertragen. Das THEATER WILLY PRAML hat sich der Aufgabe gestellt. In idyllischer Gegend wächst Hyperion auf. Sein Lehrer Adamas führt ihn in die Heroenwelt des Plutarch, in die Zauberwelt der griechischen Götter, begeistert ihn für die griechische Vergangenheit. Zum Studium in die Stadt gezogen, lernt er durch Alabanda, einen Widerstandskämpfer, die Schmach des von Türken besetzten Vaterlandes zu seiner eigenen Sache zu machen. Dieser weiht ihn in die Pläne zur Befreiung Griechenlands ein. In Kalaurea begenet er Diotima, die Verkörperung aller Schönheit und Weisheit, in der er die volle Ergänzung seines eigenen Wesens erkennt. Sie ist es, die ihn an seine große Mission mahnt. Von der Kriegserklärung der Russen gegen die Türkei erfährt Hyperion über einen Brief des Freundes Alabanda: Keiner dürfe sich dem heiligen Kampfe entziehen! Diotima billigt Hyperions Entschluss, er nimmt Dienst in der russischen Flotte. Die Rohheit des Krieges stösst ihn ab. Hyperion wird schwer verwundet, Alabanda muss fliehen und Diotima stirbt. Hyperion verlässt die Heimat. Er kommt nach Deutschland und sieht sich dort von den Menschen tief enttäuscht, deren „Leben schal und sorgen­ schwer und überall von kalter, stummer Zwietracht ist“. Er kehrt nach Griechenland zurück, um in der Einsamkeit im Einklang mit der Natur und im Gedenken an Diotima zu leben. „Wir sind nicht geschieden, Diotima ... alles Getrennte findet sich wieder ... Einiges, heiliges, glühendes Leben ist alles.“ In Hölderlins idealistischem und radikalem Blick auf seine Welt steckt soviel Sprengkraft, dass sich die Auseinander­ setzung mit ihm auch heute noch lohnt. Was ist der Mensch? Haben wir die Natur verloren? Ist Krieg eine Notwendigkeit? Kann Bildung die Welt besser machen?

Die Produktion wurde ermöglicht durch die Konzeptionsförderung des Fonds Darstellender Künste e.V. – aus Mitteln des Bundes.

Regie
Willy Praml
Textfassung Hyperion
Dramaturgie
Frank Moritz
Bühne/ Kostüme
Michael Weber
Hospitanz
Myriam Rohn
Musik
Sepp´l Niemeyer , Gregor Praml
Licht/ Lichttechnik
Nico Rocznik , Daniel Gebhardt
Ton
Oliver Blohmer
Bühnenbau
Guido Egert
Hyperion I
Sören Messing
Hyperion II
Jakob Gail
Hyperion III
Claudio Vilardo
Hyperion IV/ Alabanda
Michael Weber
Hyperion V/ Adamas
Reinhold Behling
Diotima I
Gala Winter
Diotima II
Nadja Dankers
Diotima III
Birgit Heuser
Eremit
Michael Rieth
Knabe
Manuele Saccaro