Auf Naxos, Frankfurt am Main

Theater Willy Praml

HEINE – wacht auf und erzählt seinem Freund Karl Marx wie er im Traum in einem Kahn die Kurt-Schumacher-Straße rauf und runter fuhr. Stationen eines Traumas

HEINE

Berichterstattung der Hessenschau

Der Theaterabend beginnt im Innenhof des ehemaligen Dominikanerkloster (Eingang: Dominikanergasse) und endet auch hier.

Öffnung der Abendkasse und Theaterbar jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Um klimaadäquate Ausrüstung und Kleidung wird gebeten.

Mit HEINRICH HEINE, dem deutschen und jüdischen Dichter und Schriftsteller von europäischem Rang, dem Romantiker und Gegner der Romantik in einem, im Gepäck, machen wir, das THEATER WILLY PRAML, uns auf den Weg, Stadtgeschichte erwandernd zu erforschen. Dazu wollen wir ein ungewöhnliches Stadtareal nutzen, mit den Mitteln des Theaters in den Gedächtnisraum der christlich-jüdischen Vergangenheit der Stadt eindringen, den Blick auf eine unter dem Asphalt der Großstadt begrabene Geschichte lenken und einen verschwundenen Ort von historischer Dimension – wenigstens im Denken – neu erfinden. Die archäologische Aura und reale Erinnerungskulisse der Relikte der ehemaligen Frankfurter Judengasse und der einschlägigen Straßen und Plätze um das Museum Judengasse herum, bieten eine unvergleichliche Voraussetzung für die theatrale Umsetzung der Heineschen Textfragmente.

Achtung! Sie werden viel unterwegs sein.

Heine – der Flaneur – geht Ihnen vor. Zeigt Ihnen, wo´s lang geht. Führt Sie an Orte, die Sie noch nie so gesehen haben. Obwohl Sie schon oft dort waren. Macht den Blick frei auf ungewöhnliche Szenerien und lässt Sie eigenartige Augenblicke erblicken dort, wo Straßenbahnen dominieren. Und macht das Unsichtbare sichtbar. Bringt das Pflaster zum Sprechen und den Asphalt zum Bersten. Lässt Sie mitten im Verkehr der Großstadt träumen. Eine Straßen-Ampel-Phase lang rauscht der „alte Vater Rhein“ die Straße runter – wird der venezianische Shylock den unbedarften Frankfurtern ans Fleisch wollen – bricht eine unerwartete Pogromstimmung vorm C&A aus – findet sich ein alter, deutscher Kaiser beim Guinness ein – und singt die Loreley ein unerhörtes Loblied auf ein von aller Welt geliebtes Deutschland (wir spielen mitten in den Wahlkampf hinein!). Und zuletzt stirbt Heine als Protestant, nein als Jude, nein als Atheist, nein als – Seehund liebender Grönländer. Ja, als Grönländer! Unter dem freien Frankfurter Abendhimmel des ehemals katholischen, schönen Dominikanerklosterhofes – in der Hoffnung, dass er, der „Narr des Glücks“ – im Himmel seine geliebten Seehunde wiederfinden wird. Stationen eines Traumas – das am Ende aber doch eine Vision sein wird: das der Schönheit, die die Welt für immer verändert. Das wird der Heine schon machen!

Dieses Projekt findet in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Haus am Dom/ Katholische Akademie Rabanus Maurus, der Evangelischen Akademie Frankfurt und dem Evangelischen Regionalverband Frankfurt statt.

Mit freundlicher Unterstützung: Kulturfonds Frankfurt RheinMain - im Rahmen des Schwerpunktthemas "Impuls Romantik"; Fonds Darstellende Künste - Sonderprojekt Theater im öffentlichen Raum; Haeuser-Stiftung; PwC-Stiftung; Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt; Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst; Kulturamt Stadt Frankfurt; Fazit-Stiftung

Medienpartner: hr 2 Kultur

HEINE erwacht . . . erste Eindrücke - Trailer 2.20 min

Bericht von Rhein-Main-TV anlässlich der Pressekonferenz auf Youtube

Download Broschüre

Berichtigung  

In der Werbebroschüre für das Stück „Heine wacht auf und erzählt seinem Freund Karl Marx, wie er in einem Kahn die Kurt-Schumacher-Straße rauf und runter fuhr. Stationen eines Traumas“, ein Theaterprojekt im Rahmen von „Impuls Romantik“ des Kulturfonds Frankfurt Rhein/Main, auch angekündigt unter dem Titel „Heine und die deutsche Romantik“ wurde in einem Teil der gedruckten und in der Online-Ausgabe Prof. Dr. Klaus Briegleb als „wissenschaftlicher Berater“ aufgeführt.  

Diese Nennung erfolgte ohne Einwilligung von Prof. Briegleb. Dieses Versehen wird bedauert. Prof. Briegleb legt darüber hinaus Wert auf die Feststellung, dass das Projekt in der jetzigen Präsentation ein anderes ist, als das geplante, dem er als Ideen- und Ratgeber bis ins Jahr 2012 zur Verfügung stand.


gez. Willy Praml

Regie
Willy Praml
Dramaturgie / Bühne
Michael Weber
Produktionsleitung
Tobias Winter
Kostüme
Paula Kern
Komposition
Sepp`l Niemeyer , Timo Willecke
Chorleitung
Thomas Hanelt
Dokumentarfilm
Otmar Hitzelberger, Filmemacher
Organisten
Felix Ponizy , Paul Schäffer
Regieassistenz
Rebekka Waitz
Produktionsassistenz
Leona Aleksandrović
Klarinette
Markus Rölz, Yu Zhao
Darsteller
Reinhold Behling
Birgit Heuser
Michael Weber
Jakob Gail
Sam Michelson
Baroon Abdi Mohamud
Christian Raab
Claudio Vilardo
Gabriele Graf
Marlene Zimmer
Männerchor
Hans-Joachim Bormann
Michael Breh
Manuel Campos
Reinhard Ecker
Rainer Eckhardt
Konrad Elsässer
Franz Erb
Christof Goll
Tobias Goll
Otfried Hagen
Werner Heinz
Wolf-Dieter Köster
Eric Manneschmidt
Andreas Matutt
Volker Müller
Herbert Obenland
Jürgen Peters
Gerd Petri
Jens Reichmann
Hans-Jürgen Riemer
Werner Schneider-Quindeaú
Heinrich Schomberg-Graf
Hubert Schreiber
Hubert Schulz
Stephan Schulz
Hubert Steffan
Leopold Stoffels
Martin Strickler
Joachim Thomas
Michael Wiebelt
Rudolf Winkler

Pressespiegel

  • Christian Struck Wiesbadener Kurier, 19.08.2013

    So weit sei vorausgegriffen: Am Ende des – man muss es wohl so nennen – Stücks standen die Zuschauer Schlange beim „großen Meister“ Willy Praml (Regie), um zu einer „atemberaubenden Vorstellung“ zu gratulieren.

  • Michael Hierholzer Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.08.2013

    In einer aufwendigen Szenefolge geht es um Leben und Werk Heinrich Heines: Willy Praml hat eine aufwendige, aber ganz auf den Text des Dichters bauende Inszenierung erarbeitet (...). Ein grandioses Erlebnis. Und ein Anreiz, Heine zu lesen.

  • Stefan Michalzik Offenbach Post, 20.08.2013

    Spuren unter Asphalt: Ein Männerchor stimmt immer wieder das Lied von der Loreley und andere aus der Romantik an, dazu kommen vier Instrumentalisten mit einer vielfältigen Theatermusik. Über acht Orte hinweg zeichnet sich ein weitreichend stringenter dramaturgischer Bogen ab. Die Beziehung zwischen Geschichte und Gegenwart entsteht im Kopf des Betrachters. Fünf Stunden sind am Ende vergangen, im übertragenen Sinn lang sind sie nicht.

  • Judith von Sternburg Frankfurter Rundschau, 19.08.2013

    Sinn und Sinnlichkeit: Das Beste, das Unvergessliche sind die Minuten an der schaurigen, aber ehrlichen Frankfurter Ecke Battonn-/Kurt-Schumacher-Straße. Jeder bekommt einen Kopfhörer und hört Wasser gurgeln, dazu Songs aus der „Dichterliebe“ und die Szenen, in denen der Rabbi von Bacharach mit seiner Frau, der schönen Sara, den Rhein entlangschippert. So dass die Straßen zum Fluss werden, auf dem Autos, Straßenbahnen, Fußgänger fließen.

  • Johannes Breckner Darmstädter Echo, 20.08.2013

    Im Bus nach Bacharach: Das Projekt, das Heines eher lockere Verbindung zu Frankfurt erkundet, hat spektakuläre Ausmaße. Nach dem Auftakt im Museum Judengasse geht es an sechs weitere Schauplätze, bevor die letzte Szene das Publikum im Hof des Dominikanerklosters versammelt, der die Pariser Matratzengruft der letzten Lebenstage darstellen soll. Johannes Breckner Darmstädter Echo 20.08.2013