Auf Naxos, Frankfurt am Main

Theater Willy Praml

DON CARLOS. INFANT

DON CARLOS. INFANT

Solche Söhne müssen sterben. Carlos träumt vom guten Königssein, vom menschheitsbeglücken und –befreien. Sein Freund Posa liefert ihm den Stoff zu solchen Träumen – ein Dealer in Sachen Gedankenfreiheit. Doch ohne den Dealer Posa ist Carlos wie auf Entzug, ein in allem Überforderter. Ein Kind, dass im schönen Garten von Aranjuez unter Heuschnupfen leidet, im prachtvollen Madrid unter Depressionen, in der Familie an Komplexen, im Blick auf die Zukunft an Pessimismus. Carlos verkörpert wie die griechische Königstochter Elektra, wie der Dänenprinz Hamlet eine NO-FUTURE-Generation, weil die Gegenwart so übergewaltig und undurchschaubar auf die Seele drückt. was soll man auch als Erbe eines Reichs, in dem die Sonne nicht untergeht? Und für heute: ist ein traum von Politik möglich? Kann es Infanten geben an der Macht?

Regie
Willy Praml
Bühne/ Kostüme
Michael Weber
Musik
Gregor Praml
Ton
Oliver Blohmer , Debraj Roy
Bühnenbau
Guido Egert
Licht
Nico Rocznik
Darsteller
Andreas Bach
Birgit Heuser
Gabriele Maria Graf
Michael Weber
Tim Stegemann
Mitschiko Tsubaki
Reinhold Behling