Auf Naxos, Frankfurt am Main

Theater Willy Praml

AMERIKA ERKLÄREN. WALT WHITMAN

AMERIKA ERKLÄREN. WALT WHITMAN

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Die Presse schrieb:
Das Theater Willy Praml in Frankfurt fügt Walt Whitmans Lyrik zu einem bestechenden Bilder- und Textreigen. Whitman (1819-1892) war Romantiker und Optimist der weltverändernden Tatkraft. Beide Wahrnehmungsweisen haben sich in den USA umfangreich erhalten, der Abend lässt die Traditionslinien erkennen (...) Er besang den modernen Menschen der ein selbstbewußter „Einzelmensch“ ist, darum richtig aufgehoben in der Demokratie. Diese macht Whitman mit der Liebe und der Religion zu seiner „Hoheit“.
Sylvia Staude in der Frankfurter Rundschau, 16.09.17

Dieses Amerika hat das 20. Jahrhundert definiert, und zum Segen. Whitman ist der perfekte Stoff, um unserer Zeit das Begeisterte und Gute, die Großzügigkeit und Vitalität Amerikas in Erinnerung zu rufen.
Marcus Hladek in Frankfurter Neue Presse, 16.09.17

Vor allem aber findet die Inszenierung immer wieder starke, präzise choreographierte Bilder, die Whitmans Verse weniger zu illustrieren trachten, als sie mit jenen lustvoll und mit breitem Pinsel aufgetragene Szenen abzugleichen, wie sie mehr als alle Poesie längst unser Bild der Welt bestimmen. Der amerikanische Traum, wie er sich darstellt, hier poetisch, dort in Cinemascope (...) Als Theater funktioniert das durchaus prächtig.
Christoph Schütte in der FAZ, 16.09.17

Todessehnsucht in Blue Jeans
Katharina Cichosch im SCHIRN MAG, 29.09.17

Der amerikanische Traum (2)

Nachdenken über Amerika

An fremde Länder

Ich hörte, dass ihr nach etwas fragtet, um das Rätsel der neuen Welt zu lösen, Und euch Amerika zu erklären, seine athletische Demokratie. Deshalb schicke ich euch meine Gedichte, so dass ihr in ihnen findet, wonach ihr verlangt.
Walt Whitman (1860)

Walt Whitman erklärt uns ein junges, demokratisches Amerika der Leiber und Seelen von Gleichen.
Alles gleich!
Alle Hautfarben, alle Geschlechter, alle Sexualitäten gleich,
alle Religionen und Berufe,
selbst die Tiere und Pflanzen gleich,
gleich auch die Berge und Wolken!

Walt Whitman ist ein romantischer Dichter.
Walt Whitman demokratisiert und das heißt für ihn amerikanisiert die Welt mit starker Waffe: mit Poesie.

Wir unternehmen den Versuch, die Whitman´sche Lyrik auf einen theatralen Highway zu schicken. Zu Fuß natürlich, die wie vom Winde verweht aus der Theatergarderobe taumelt und sich zu eigentümlichen Bildern formt: über Grashalme philosophiert, den Leib elektrisiert, Sonne und Mond besteigt, die Toten der Schlachtfelder umarmt und fern – sieht, vor allem aber

Amerika neu träumt!

Eine Frankfurt made in Hollywood-production

Regie: Willy Praml
Bühne: Michael Weber
Kostüme: Paula Kern
Fotos: Seweryn Zelazny
Regieassistenz: Lin Hanka, Vincent Jost

mit: Andreas Bach, Jakob Gail, Lena-Marie Glebe, Gabriele Maria Graf, Muawia Harb, Birgit Heuser, Ibrahim Mahmoud, Maria Niesen, Hannes Schäfer, Baha Shaar, Michael Weber.