Auf Naxos, Frankfurt am Main

Theater Willy Praml

MARAT/SADE - Dokumentarfilm von Peter Weiss und Peter Brook

MARAT/SADE - Dokumentarfilm von Peter Weiss und Peter Brook

GB 1967 (120 Min.), OT mit dt. Untertiteln

Im Mittelpunkt des Theaterstücks um die Französische Revolution stehen die beiden zentralen Charaktere Jean Paul Marat und der Marquis de Sade sowie ihre konträren Weltanschauungen und den damit einhergehenden Staatsentwürfen. Während Marat der Gesellschaft zum Wohle aller, wie er glaubt, Moral und Tugend aufzwingen will, das Volk vertritt und die inzwischen blutig gewordene Revolution rechtfertigt, resigniert de Sade angesichts der vorgeblichen Natur des Menschen, verlacht Marats sozialistische Ideen und sieht das Heil in der Loslösung des Einzelnen aus der Gesellschaft. Die Handlung des Theaterstücks von Peter Weiss ist verfremdet und von grotesken und absurden Elementen geprägt. Die Ermordung Marats ist nur ein Stück im Stück, das von der Schauspielgruppe des Irrenhauses in Charenton unter zahlreichen Störungen geprobt und unter der Leitung des dort untergebrachten Herrn de Sade zur Aufführung gebracht wird. 1967 wurde das Stück unter der Regie von Peter Brook mit der Royal Shakespeare Company verfilmt. In den Hauptrollen treten Patrick Magee als Marquis de Sade, Ian Richardson als Jean Paul Marat und Glenda Jackson als Charlotte Corday auf.

Zum anschließenden Filmgespräch kommen Willy Praml, Regisseur und Leiter des Theaters, Karlheinz Braun, Literatur- und Theaterverleger und damaliger Lektor von Peter Weiss, sowie Jürgen Flügge, Theatermacher.
Moderation: Werner Heinz.

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