Auf Naxos, Frankfurt am Main

Sondermeldung Film

Liebe Freunde des Theaters,
sehr geehrte Damen und Herren,

heute machen wir Sie mal ausnahmsweise auf FILM aufmerksam.

I. Einer der vielerorts gelobten und weltweit preisgekrönten Filme der letzten Jahre mit dem Titel
FREIER FALL
will durch Crowdfunding – sozusagen auf eigene, vom Publikum direkt unterstützte Initiative – Geld einwerben für die Verfilmung einer Fortsetzungsgeschichte.
Wir als Theater möchten diese Initiative unterstützen und sie Ihnen ans Herz legen, weil wir den Film selber inhaltlich bemerkenswert und filmisch toll gefunden haben und einige der Macher des Films ganz gut kennen.
So viel – wie folgt – zum Inhalt:

Preis der deutschen Filmkritik | Nominierung bester Debütfilm für Freier Fall

Karriereaussichten bei der Bereitschaftspolizei, Nachwuchs unterwegs, die Doppelhaushälfte von den Eltern vorfinanziert: Marcs Leben ist gut eingerichtet.
Doch dann lernt er bei einer Fortbildung den Kollegen Kay kennen. Beim gemeinsamen Lauftraining lernt Marc ein neues Gefühl von Leichtigkeit kennen – und wie
es ist, Gefühle für einen Mann zu entwickeln.
Hin- und hergerissen zwischen der ihm vertrauten Welt und dem Rausch der neuen Erfahrung gerät ihm sein Leben zusehends außer Kontrolle. Im freien Fall kann Marc
es niemandem mehr recht machen. Am wenigsten sich selbst.

FREIER FALL ist junges, kraftvolles Kino aus Deutschland. Ohne zu werten oder
seine Figuren zu verurteilen, erzählt Stephan Lacant in seinem ersten Spielfilm das Drama eines Mannes, der aus seiner überschaubaren Welt fällt. Die fulminanten schauspielerischen Leistungen vermitteln auf emotionale Weise, was es heißt, wenn Lebensentwürfe zu Bruch gehen und es keinen Weg mehr gibt, den Menschen, die man liebt, gerecht zu werden.

Mit dem nachfolgenden Trailer haben Sie – wenn Sie den Film nicht selber im Kino schon gesehen haben – die Möglichkeit, sich einen unmittelbaren Eindruck vom Vorhaben eines zweiten Teils dieses berühmten und berührenden Films zu machen:

indiegogo.com/projects/free-fall-2-freier-fall-2#/

facebook.com/freierfall2/

II. Von Peter Brook, Autor: Peter Weiss, England 1966, 120 Min,
Filmreihe: „Große Theaterfilme” in Kooperation mit dem naxos.Kino
Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln

Wann: Morgen, Dienstag, 11. April, um 19:30 Uhr – Unbedingt sehenswert

Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn DeSade

Peter Weiss’ „Marat / Sade“ zählt zu einem der Schlüsseltexte der deutschen Nachkriegsgeschichte. Im Theatersaal der Heilanstalt von Charenton – so heißt es im Stück – studiert Marquis de Sade zusammen mit anderen Insassen der psychiatrischen Anstalt die Ermordung Marats ein. In „Marat / Sade“ wird dabei weniger die Frage nach Revolution oder Konterrevolution verhandelt. Weiss war vielmehr daran interessiert, welche Revolution ausgerufen werden soll: die soziale Revolution eines Marats oder die Revolution des Individuums im Sinne de Sades. Der Stoff des Stücks hat besonders die „Neue Linke“ der 1968er-Bewegung nachhaltig beeinflusst, wie auch die kritischen Köpfe des sozialistischen Systems in der DDR.

Zum Filmgespräch kommen Karlheinz Braun, Literatur- und Theaterverleger, seinerzeit der Lektor von Peter Weiss; Jürgen Flügge, Theatermacher und Hausherr Willy Praml. Moderation: Werner Heinz

Wir danken für Ihre Unterstützung und freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr
THEATER WILLY PRAML